Happy Birthday Nr 3

Nun ist es tatsächlich schon ein Jahr her, dass Nr 3 sich auf die Welt kämpfte und wir uns danach gemeinsam ins Leben.

Das letzte Jahr war voller Krisen und gemeisterter Hürden, leer an Schlaf, voller wachsender Liebe und sehr sehr anstrengend. Das anstrengendste Jahr unserer Erwachsenenleben. Gleichzeitig auch das mit den größten Entwicklungssprüngen.

Von vorne: unsere geliebte Nr 3 kam gerade noch so als Frühchen auf die Welt – bei 36+6. Sie* musste danach auf die Neonatologie und wurde ein paar Stunden beatmet und zwei Tage lang dort überwacht. Anschließend ging es mit M. gemeinsam auf die Kinderstation, einen Tag später auch noch wegen Gelbsucht unter die Bili-Lampe. Ein Meilenstein war das erste Stillen ohne Hilfe am 1.1.2019 mit Feuerwerk vorm Krankenhausfenster. Am 2.1. ging es dann zum ersten Mal nach Hause. Dort wurde dann am 3.1. Nr 12s zweiter Geburtstag in ganz kleinem Kreis gefeiert.

Nr 3 war und ist ein viel schreiendes Baby. Die ersten sechs Monate übererfüllte sie* alle Kriterien eines Schreibabys und hatte es mit ihrem Bauch echt sehr schwer.

Mitte März – mit 2,5 Monaten – testeten M. und Nr 3 dann die nächste Krankenhausstation im Isolierzimmer mit dem RS-Virus. Es hatte uns alle erwischt, nur Nr 3 bekam am wenigsten Luft, weshalb es in die Notaufnahme ging. An einer Magensonde schrammte sie um wenige Stunden nichts trinken vorbei und die Sauerstoffunterstützung half ihr sehr. Auch die Beziehung zwischen M. und Nr 3 war nach der vielen Exklusivzeit deutlich besser.

Und weil es nicht so oft gesagt wird: die Betreuung auf allen Stationen war fantastisch! Was die pflegenden Personen dort in Unterbesetzung und an Feiertagen leisten ist bombastisch beeindruckend. Wir werden für immer dankbar sein!

M. hatte sehr lange damit zu kämpfen, Nr 3 nicht richtig annehmen zu können. Die „Schuld“ für das scheiß Geburtserlebnis gab sie ihr* (zur Erinnerung: M. wachte am 26.12. ohne jegliche Erinnerung an die Geburt ohne Baby im Bauch auf der Intensivstation auf), haderte mit dem vielen Gebrüll und der Veränderung der Familie und dem Verlust der Eingespieltheit um die gefühlsstarke Nr 12. Außerdem musste M. sich körperlich erholen, was ca 9 Monate dauerte, bis es ihr einigermaßen passabel ging und sie auch alle Erinnerungen wieder abrufen konnte (keine direkten Geburtserinnerungen, aber Gesichter und Namen waren wieder da).

Mit der Mobilität von Nr 3 erfolgte eine erneute Entthronungsphase von Nr 12. Nr 3 war nun für sie eine „Diebin“, die potentiell Spielzeug wegnehmen konnte – zusätzlich zum Aufmerksamkeits“diebstahl“. Das waren lange, anstrengende und für Nr 3 gefährliche Wochen, bis Nr 12 diese Veränderung annehmen konnte und ihr anschließend viel mit der Spielzeugversorgung half und auch wieder Mitgefühl äußern konnte.

„Zwischendurch“ das Abstillen von Nr 12, was der größte Kampf ihres Lebens war. Sie trauerte und kämpfte wie ein Mensch auf Entzug in Lebensgefahr. Sie „konnte“ nicht schlafen. Auch mit stillen schon nur sehr schlecht, nun gar nicht mehr. Es scheiterte deshalb auch unser geplanter Urlaub.

Zu unserem größten Glück durften wir im August eine bindungsorientierte, wunderbare Familienberatung genießen. Wir lernten, mehr auf unsere erwachsenen Bedürfnisse zu achten (eigentlich logisch, in der Umsetzung allerdings nicht immer so einfach) und Nr 12s Wutausbrüche nicht ständig verhindern zu wollen. Nach einigen Wochen pendelte sich Nr 12s Nachtschlaf auf ein erträgliches Maß ein, sodass K. „nur“ noch eine lange Einschlafbegleitung hat, aber immerhin selbst seit September oft zu Schlaf kommt, der auch erholt.

Nr 3 schläft weiterhin Zahnungsschmerz-bedingt so unruhig, dass M. nicht mehr kann vor Schlaflosigkeit. Selbst mit Schmerzmitteln für Nr. 3 ist der Schlaf noch immer nicht so, dass er erholsam wäre für M. (bitte keine Tipps hierzu!)

Seit ihrem* zehnten Lebensmonat in etwa, gebärdet Nr 3 erfolgreich und nimmt aktiv am Familienleben teil. Sie* spielt mit Nr 12, reicht uns Sachen, macht Quatsch, grinst schelmisch und untersucht alle Krümel auf unserem Boden. Seit vier Wochen läuft Nr 3 an der Hand und mit dem Lauflernwagen und quietscht dabei vor Vergnügen.

Wir lieben sie* sehr. Aus tiefstem Herzen. Sie* ist jetzt so richtig bei uns angekommen. ❤️

Eingewöhnung im Waldkindergarten

Unsere große kleine Nr. 12 ist jetzt ein Kindergartenkind. Das ist für uns Eltern noch etwas ungewohnt…

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Wrumm?

Die meistgestellte Frage von Nr. 12 😉 Ja, warum eigentlich? Warum gibt es Nr. 3? Warum hat Opa sein Brötchen aufgegessen? Warum gibt es Länder? und so weiter. Es ist sehr spannend mit Nr. 12 zur Zeit. Oft sind die Fragen nämlich auch philosophisch oder nicht so einfach zu beantworten, sodass wir viel lernen können. Weiterlesen

Schwangerschaft und Missbrauchserfahrungen – eine Gedankensammlung

Heute möchte ich mich einem sehr unangenehmen Thema widmen, da ich (M.) in den letzten Wochen und Monaten doch oft getriggert wurde. Gelesen hatte ich ja, dass Missbrauchserfahrungen in der Schwangerschaft wieder hochkommen können und vieles auslösen können, überrascht hat es mich trotzdem mit welcher Wucht sie dann kamen. Weiterlesen

31+4

Nr. 3 und ich haben es tatsächlich fast geschafft. Nur noch etwas mehr als acht Wochen bis zum errechneten Geburtstermin.

Darüber bin ich sehr froh, da ich unter anderem starkes Sodbrennen habe und die Schwangerschaft als sehr anstrengend empfinde.

Die schöne Seite ist, dass Nr. 3 sehr sehr aktiv ist und viele lustige Turnübungen macht. Sie* drückt ihren Po so weit raus, dass ich ganz ausgebeult bin und das Gefühl habe, dass die Haut gar nicht standhalten kann. Wenn sie* andersrum liegt verschiebt sie* mit ihren Füßen auch gerne mal meine Rippen um ein bis zwei Zentimeter.

Es ist sehr spannend für mich, K. konnte allerdings noch nicht so viel von Nr. 3 genießen, da sie von Nr. 12 zu 120% in Beschlag genommen wird. Sobald K. versucht mit dem Baby im Bauch Kontakt aufzunehmen, wird Nr. 12 ganz panisch und tut alles, um K.s Aufmerksamkeit zurück zu gewinnen. Das macht uns ein bisschen Bammel vor der Zeit nach der Geburt. Nr. 12 wird dann schätzungsweise ständig zwischen abgöttischer himmelhochjauchzender Liebe zu Nr. 3 und abgrundtief verzweifeltem ‚ich muss meine Mamas teilen‘-Schmerz schwanken. Das wird sehr anstrengend für uns alle werden. Meine Hoffnung ist, dass ich schnell lerne im Tragetuch zu stillen, damit ich gleichzeitig mit (fast) voller Aufmerksamkeit bei Nr. 12 sein kann.

Und natürlich sind wir alle sehr gespannt wie und wer Nr. 3 so sein wird. Wird sie ebenso gefühlsstark wie Nr. 12? Werden wir Nr. 3 auch mal ablegen können? Wie wird Nr. 3 aussehen? Was wird sie* mögen und nicht mögen? Und wie wird es sein noch ein Kind zu haben (das nicht unsere geliebte Nr. 12 ist)?