Nr. 3 am Start

Bei uns ist im Moment so viel los, dass wir es tatsächlich bisher noch nicht geschafft haben, unseren Blog auf den aktuellen Stand zu bringen…

Unser kleiner Embryo (Startposition Nr. 3 im Embryoscope 😉) hat tatsächlich seine Festhaltequalitäten unter Beweis gestellt und es sich in M.s Bauch gemütlich gemacht. Einen Ultraschall gab es auch schon, auf dem eine für den Zeitpunkt passende Fruchthöhle sichtbar war. Nun warten wir auf den nächsten Termin in ungefähr zwei Wochen und hoffen, dann ein schlagendes Herz in Form eines ähnlichen Blinkepunkts zu sehen wie bei unserem ersten Wunder vor zwei Jahren.

M. geht es soweit ganz gut, sie ist müde und generell etwas abgeschlagen, ab und zu zieht es etwas im Unterleib, aber größere Beschwerden hat sie glücklicherweise nicht. Wir hoffen, dass das so bleibt. Einen gesegneten Appetit hat sie allerdings, oder wie sie selbst sagt: „Ich habe keine Fressattacken, mein ganzer Tag ist eine einzige Fressattacke!“. Das einzig wirklich ungünstige ist, dass sie Nr. 12 wegen Schmerzen nicht in der Trage in den Schlaf tragen kann. Da diese aber anders ohne K. bzw. deren Brust nicht zuverlässig einschläft, haben wir tatsächlich für unser bald 17 Monate altes Kind einen Kinderwagen angeschafft (sehr günstig gebraucht). K. nimmt nämlich zur Zeit an einem Kurs teil, weswegen sie einmal wöchentlich abends zur Einschlafzeit von Nr. 12 außer Haus sein muss. Den Kinderwagen haben wir auch schon als Einschlafweg etabliert, das einzige was noch Potential nach oben hat ist das Umbetten vom Kinderwagen ins Bett, das hat bei den bisherigen Versuchen noch nicht geklappt. Aber wir probieren uns noch durch…

Rechnerisch ist M. übrigens gerade in Woche 6, wir hoffen also wieder auf ein Januar-Baby, damit haben wir ja schonmal gute Erfahrungen gemacht 😉

Also wer gerade Daumen frei hat, darf sie gerne für uns drücken! 😊

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Trip nach Barcelona

Am letzten Wochenende waren wir zu dritt in Barcelona (oder wie Nr. 12 sagen würde „looolooolooo“). Und es war sehr aufregend:

Wir sind Samstag schon hingeflogen, damit Nr. 12 einen Erholungstag vor Ort und nicht zwei stressige Reisetage hintereinander hat. Unsere Gepäckdimension sah aber eher nach einem zweiwöchigen Urlaub aus 🙈.

Wir hatten dadurch am Sonntag einen schönen Tag in Barcelona, wo Nr. 12 zum ersten Mal in ihrem* Leben am Strand und im Meer war. Das war sehr süß und alles sooooo spannend. Und so viel Wasser („wawa“).

Nr. 12 hat uns an den beiden Reisetagen auch mal wieder aus den Socken gehauen mit ihrer* Geduld und Kooperation: sie* hat nämlich gerade starke Zahnungsschmerzen und dazu wird sie* von ihr* neuen Gefühlswellen überschwappt, die gar nicht so einfach zu verarbeiten sind. Aber auf der Reise war sie* geduldig und hat die Mitreisenden unterhalten und angesüßt, sodass um uns herum nur glückliche Menschen waren. Eine unfassbare Leistung!

Nun aber zum Wesentlichen: Montag war Transfertag und ich (M.) mega aufgeregt. Ich habe mir nämlich immer Kinder ohne Schwangerschaft gewünscht, weil ich echt Respekt habe vor den körperlichen Veränderungen während einer Schwangerschaft und Angst davor, dass ich mich „angekettet“ fühlen würde, weil ich das Kind ja nicht mal eben in einen anderen Bauch geben kann. Dazu kommt noch eine „leichte“ Panik vor der Geburt, da Nr. 12s Geburt für mich beängstigend war. Nun habe ich aber beschlossen, dass ich es in zwanzig Jahren bereuen würde, wenn ich es nicht wenigstens versucht hätte das Abenteuer Schwangerschaft zu erleben. Und deshalb hält sich jetzt – toi toi toi – gerade ein kleines Wunder in mir fest.

Dieses kleine Wunder hat auch einen großen Einnistungswillen gezeigt. Es wollte sich nämlich gar nicht aus dem Transportdingens spülen lassen, sondern schon dort einnisten. So mussten sie es dann auch zwei mal versuchen mit dem Einsetzen. Das bisschen pieksen war aber gar nicht schlimm für mich. Und jetzt bin ich ganz hibbelig und möchte wissen, ob es geklappt hat mit dem Abholen vom „beeeebiiii“ in „looolooolooo“. Aber es sind noch acht laaange Tage zu warten…

Der Ablauf des Transfers war ganz interessant gestaltet. Wir waren mit unserer Patientenassistentin längere Zeit im Wartebereich, wo sie mit Nr. 12 gemalt und mit uns erzählt hat. Das hat ungemein entspannt. Dann haben wir ganz kurz einen Arzt gesehen, der uns mitteilte, dass der Embryo das Auftauen gut überstanden hat. Im Anschluss ging es in den sterilen OP Bereich für den Transfer. Wir Erwachsenen mussten uns entkleiden und Bademäntel und Hotelschlappen anziehen und Nr 12 durfte unter der Vorgabe „kein Bodenkontakt“ einfach so mit. Das war echt schön! In unserem Umkleideraum war ein Bildschirm mit unseren Namen und irgendwann erschien der Hinweis, dass es jetzt Zeit sei loszugehen. Auf dem Gang war dann der Weg zu „unserem“ Transferzimmer beleuchtet, auf die Tür unsere Namen projiziert und es lief die Musik von „Fluch der Karibik“ als Einmarschmusik. Für uns alles ein bisschen too much in der Aufregung aber wirklich süß gemacht! (Unsere Klinik ist zwischenzeitlich umgezogen, deshalb kannten wir dieses Prozedere drumherum noch nicht von unseren vorherigen Versuchen.)

Die Ärztin* und Schwester* im OP waren super lieb und haben alle Wartezeiten mit diversen Spielen mit Nr. 12 verbracht. Dadurch konnten K. und Nr. 12 die ganze Zeit dabei sein.

Nun heißt es also erstmal warten, aber wir sind ja durch Nr 12 ganz gut abgelenkt und können nicht zu viel Zeit mit der Interpretation diverser Signale verbringen, die ja bekanntlich sowieso null Aussagekraft haben. Spannend ist es natürlich trotzdem 😉

Auf ein Neues, nur irgendwie anders…

Es geht wieder los, wir starten unseren Weg in Richtung Kind 2. Naja, genau genommen setzen wir ihn fort, denn wir haben ihn ja schon gemeinsam mit dem Weg zu unserem Wunder Nummer 1 begonnen. Im nächsten Zyklus soll es, wenn alles passt, einen Kryotransfer eines Embryos aus einer Eizelle von K. in den Uterus von M. geben. Die* hoffentlich zukünftige Bauchbewohnerin* wartet, da wir 2015 die IVF, Punktion etc. bei uns beiden gleichzeitig durchgeführt haben, in unserem Institut in Barcelona darauf, dass wir sie* abholen kommen. Über diese Vorgehensweise sind wir aktuell sehr froh, denn die Vorstellung, jetzt eine Stimulation durchzuführen und insbesondere, so lange in Barcelona zu sein, wäre äußerst stressig und anstrengend für uns. So machen wir einen (hoffentlich) netten dreitägigen Kurztrip zu dritt, und haben danach noch einen gemütlichen Tag zu Hause, bevor M. wieder arbeiten muss. So der Plan, wenn zeitlich alles passt. Da M.s Zyklus aber recht regelmäßig ist, sind wir guter Dinge.

Die Prozedur ist die gleiche, die K. für Kind 1 absolviert hat: Mit Zyklusbeginn Estradiol-Pflaster, nach einer Woche Ultraschall hier in Deutschland zum Check, ob sich das Endometrium gut aufgebaut hat, und wenn das der Fall ist, fünf Tage vor dem geplanten Transferdatum Start der Progesteroneinnahme, alle acht Stunden. Die Medikamente dafür haben wir bereits per Post vom Institut erhalten. Das ganze geht dann nach dem Embryotransfer genau so weiter bis zum Testtermin. Sollte der Test positiv sein, erhöht sich die Dosis und wird dann weitere acht Wochen fortgeführt, das wäre dann bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche.

Das Aufschreiben dieser Prozedur erinnert mich (K.) sehr an die Frühschwangerschaft mit unserem riesengroßen Wunder, das gerade selig auf mir schläft. Unfassbar, dass wir nach der ganzen Unsicherheit und dem Zittern eigentlich die gesamte erste Hälfte der Schwangerschaft, jetzt so eine glückliche Familie sind. Es ist nicht zu glauben, dass wir unser Kind nicht schon immer kennen, denn sie gehört doch zu uns und ist doch gefühlt schon immer da!

Wir sind sehr gespannt darauf, wie wir mit den „vertauschten“ Rollen bei Kind 2 so klar kommen werden. Und wir können uns noch nicht vorstellen, wie wir ein anderes Kind genauso lieben können wie unser erstes… Aber da vertrauen wir einfach mal auf die Erfahrungsberichte von anderen, die ausnahmslos berichten, dass einfach nochmal genauso viel Liebe hinzu kommt. Wir konnten uns ja vor Kind 1 auch nicht vorstellen, einen Menschen außer uns gegenseitig so sehr zu lieben, und jetzt ist es so. ❤️

Also mal sehen, was der Weg so bereit hält für uns, hier wird es jedenfalls wieder etwas öfter Updates geben demnächst – hoffentlich! 😄

Verheiratetes Ehepaar mit gemeinsamem Kind

… sind wir seit knapp zwei Stunden! 😀

Auf Empfehlung des Jugendamtes hat uns die Richterin* doch tatsächlich zu einer formellen und nicht nur emotionalen Familie gemacht. Nun ist unser kleines Wunder endlich auch rechtlich abgesichert und wir können den Beamtinnenzuschuss für sie bekommen und sie dadurch auch über M. privat versichern. (Denn so traurig das System auch ist, da bekommt sie echt die besseren Behandlungen.) Weiterlesen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder…

denn wir haben einen Gerichtstermin für die Stiefkindadoption! 🎉

In gut zwei Wochen hat unser Wunder hoffentlich ganz offiziell zwei Mamas!

Fast ein ganzes Jahr (seit der Antragstellung acht Wochen nach der Geburt) hat das Prozedere dann gedauert, nachdem uns zu Beginn gesagt wurde, dass es üblicherweise ein halbes Jahr dauert, aber auch mal schneller gehen kann… Leider sind wir dann auf der Prioritätenliste des Jugendamts immer weiter nach unten gerutscht, „weil es dem Kind ja gut geht bei uns“, sodass es sich dann doch „etwas“ länger hinzog. Ohne unsere gelegentlichen Nachfragen beim Jugendamt hätte es wohl auch noch länger gedauert glauben wir. Bei diesen Telefonaten hat sich die (sehr nette) Mitarbeiterin* jeweils sehr ausführlich entschuldigt usw. und uns versichert, dass die rechtliche Absicherung trotz laufenden Verfahrens schon gegeben ist. Trotzdem war es für uns aus emotionalen Gründen eine schwer zu ertragende Wartezeit. Und finanziell brachte es auch Nachteile mit sich, was Krankenkasse und Familienzuschlag angeht. Jetzt hat das Ganze hoffentlich ein Ende…

Dem Burnout tief in die Augen geschaut

Ich (M.) habe im November 2017 den Punkt erreicht, an dem nichts mehr schön war und meine Gefühle unter einer dicken Watteschicht dahinwaberten. Mein Körper hat außerdem die Kooperation versagt und meinen Job als Lehrerin konnte ich nicht mehr in angemessenem Maße ausüben, weil ich keine Kraft mehr hatte. Das war eine sehr beängstigende Zeit, da ich gemerkt habe, was passiert, mich aber erstmal nicht daraus befreien konnte. Weiterlesen