Und plötzlich ist Nr 3 da

Triggerwarnung: Geburtstrauma, Krampfanfall

Am 25.12.2018 wurde bei 36+6 unser zweites kleines Riesenwunder geboren. Sie* ist mega süß und genauso perfekt wie Nr 12! Weiterlesen

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Krankenhaus – ein Drama in mehreren Akten

Wir mussten leider unseren Urlaub nach zwei von drei geplanten Wochen vorzeitig abbrechen, weil K. sehr starke Rückenschmerzen hatte. Samstags morgens sind wir (noch am Urlaubsort) in die Notaufnahme gefahren, wo allerdings nur eine Ärztin* mit anderem Fachgebiet war, sodass uns nur die Wahl blieb zwischen stationärer Aufnahme und mehrtägiger Schmerztherapie oder Schmerzmittel in Tablettenform und wieder nach Hause bzw. zum Wohnwagen. Stationärer Aufenthalt kam für K. zu dem Zeitpunkt noch nicht in Frage, sodass wir zurück zum Campingplatz fuhren (über seeeeehr unebene Straßen…), wo K. sich wieder in Liegeposition begeben konnte. Zusammen mit den Schmerzmitteln konnte sie es so einigermaßen aushalten. Nr. 12 war auch sehr kooperativ und ist bspw. zum Stillen immer auf K.s Bauch geklettert, damit diese nicht aufstehen oder sich umdrehen musste. Als es am nächsten Tag eher schlimmer als besser war, beschlossen wir, unsere „Zelte“ abzubrechen. Zum Glück waren wir nicht besonders weit von zu Hause weg, sodass uns K.s Vater mit Partnerin ganz spontan beim Abbau und der Heimreise helfen konnte. K. konnte sich nämlich fast nicht mehr bewegen und M. konnte bei diesen Temperaturen und in schwanger nicht alles alleine abbauen.

An den darauffolgenden zwei Tagen war K. beim Orthopäden* und beim MRT, woraufhin ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde. Der Arzt startete einen Versuch zur konservativen Behandlung, dann wurden die Schmerzen allerdings nachts so schlimm und selbst die Schmerzmittel zeigten nahezu keine Wirkung mehr, sodass ich einen Krankenwagen rufen musste. K. war darüber sehr verzweifelt, weil sie das Gefühl hatte, Nr. 12 und mich im Stich zu lassen… Gegen zwei Uhr morgens waren also dann zwei sehr nette Rettungsmenschen da, die auch mit Nr. 12 sehr positiv umgegangen sind, sodass wir es geschafft haben, das Abholen von K. mit dem Krankenwagen („niiinaaa“) positiv zu besetzen. Ich habe ihr* gesagt, dass die netten Menschen der Mama helfen werden und zu Ärztinnen bringen werden, die ihr noch mehr helfen („hifi“) werden und dass es ihr dann bald besser geht. Wir haben dann in der Nacht nicht mehr sehr viel geschlafen, weil Nr. 12 noch nicht so präsent war, dass K. jetzt tatsächlich nicht da ist, wenn sie* im Halbschlaf nach der Brust gesucht hat, was sie* dann immer erschreckte und komplett wach werden ließ.

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Erleichterung pur

Heute war der lang ersehnte gynäkologische Termin, und um es kurz zu machen: Nr. 3 ist zeitgemäß entwickelt! Wir sind so unendlich erleichtert und dankbar. 🙂

Zusätzlich bin ich ab heute im Beschäftigungsverbot und freue mich sooooo sehr, dass jetzt erstmal für längere Zeit der Psychoterror ein Ende hat und ich ganz viel Zeit mit meinen zwei Lieblingsmenschen verbringen darf.

Zur Feier der guten Nachricht sind wir beim schwedischen Möbelhaus Kaffee trinken gegangen und haben einen Sonnenschirm gekauft, den wir in der Hand tragen können. Nr. 12 mag ihren Sonnenhut nämlich nicht so gerne und so können wir alle im Schatten stehen. Win win ohne unnötigen Kampf und damit mehr Selbstbestimmung für Nr. 12.

Nr. 3 am Start

Bei uns ist im Moment so viel los, dass wir es tatsächlich bisher noch nicht geschafft haben, unseren Blog auf den aktuellen Stand zu bringen…

Unser kleiner Embryo (Startposition Nr. 3 im Embryoscope 😉) hat tatsächlich seine Festhaltequalitäten unter Beweis gestellt und es sich in M.s Bauch gemütlich gemacht. Einen Ultraschall gab es auch schon, auf dem eine für den Zeitpunkt passende Fruchthöhle sichtbar war. Nun warten wir auf den nächsten Termin in ungefähr zwei Wochen und hoffen, dann ein schlagendes Herz in Form eines ähnlichen Blinkepunkts zu sehen wie bei unserem ersten Wunder vor zwei Jahren.

M. geht es soweit ganz gut, sie ist müde und generell etwas abgeschlagen, ab und zu zieht es etwas im Unterleib, aber größere Beschwerden hat sie glücklicherweise nicht. Wir hoffen, dass das so bleibt. Einen gesegneten Appetit hat sie allerdings, oder wie sie selbst sagt: „Ich habe keine Fressattacken, mein ganzer Tag ist eine einzige Fressattacke!“. Das einzig wirklich ungünstige ist, dass sie Nr. 12 wegen Schmerzen nicht in der Trage in den Schlaf tragen kann. Da diese aber anders ohne K. bzw. deren Brust nicht zuverlässig einschläft, haben wir tatsächlich für unser bald 17 Monate altes Kind einen Kinderwagen angeschafft (sehr günstig gebraucht). K. nimmt nämlich zur Zeit an einem Kurs teil, weswegen sie einmal wöchentlich abends zur Einschlafzeit von Nr. 12 außer Haus sein muss. Den Kinderwagen haben wir auch schon als Einschlafweg etabliert, das einzige was noch Potential nach oben hat ist das Umbetten vom Kinderwagen ins Bett, das hat bei den bisherigen Versuchen noch nicht geklappt. Aber wir probieren uns noch durch…

Rechnerisch ist M. übrigens gerade in Woche 6, wir hoffen also wieder auf ein Januar-Baby, damit haben wir ja schonmal gute Erfahrungen gemacht 😉

Also wer gerade Daumen frei hat, darf sie gerne für uns drücken! 😊

Auf ein Neues, nur irgendwie anders…

Es geht wieder los, wir starten unseren Weg in Richtung Kind 2. Naja, genau genommen setzen wir ihn fort, denn wir haben ihn ja schon gemeinsam mit dem Weg zu unserem Wunder Nummer 1 begonnen. Im nächsten Zyklus soll es, wenn alles passt, einen Kryotransfer eines Embryos aus einer Eizelle von K. in den Uterus von M. geben. Die* hoffentlich zukünftige Bauchbewohnerin* wartet, da wir 2015 die IVF, Punktion etc. bei uns beiden gleichzeitig durchgeführt haben, in unserem Institut in Barcelona darauf, dass wir sie* abholen kommen. Über diese Vorgehensweise sind wir aktuell sehr froh, denn die Vorstellung, jetzt eine Stimulation durchzuführen und insbesondere, so lange in Barcelona zu sein, wäre äußerst stressig und anstrengend für uns. So machen wir einen (hoffentlich) netten dreitägigen Kurztrip zu dritt, und haben danach noch einen gemütlichen Tag zu Hause, bevor M. wieder arbeiten muss. So der Plan, wenn zeitlich alles passt. Da M.s Zyklus aber recht regelmäßig ist, sind wir guter Dinge.

Die Prozedur ist die gleiche, die K. für Kind 1 absolviert hat: Mit Zyklusbeginn Estradiol-Pflaster, nach einer Woche Ultraschall hier in Deutschland zum Check, ob sich das Endometrium gut aufgebaut hat, und wenn das der Fall ist, fünf Tage vor dem geplanten Transferdatum Start der Progesteroneinnahme, alle acht Stunden. Die Medikamente dafür haben wir bereits per Post vom Institut erhalten. Das ganze geht dann nach dem Embryotransfer genau so weiter bis zum Testtermin. Sollte der Test positiv sein, erhöht sich die Dosis und wird dann weitere acht Wochen fortgeführt, das wäre dann bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche.

Das Aufschreiben dieser Prozedur erinnert mich (K.) sehr an die Frühschwangerschaft mit unserem riesengroßen Wunder, das gerade selig auf mir schläft. Unfassbar, dass wir nach der ganzen Unsicherheit und dem Zittern eigentlich die gesamte erste Hälfte der Schwangerschaft, jetzt so eine glückliche Familie sind. Es ist nicht zu glauben, dass wir unser Kind nicht schon immer kennen, denn sie gehört doch zu uns und ist doch gefühlt schon immer da!

Wir sind sehr gespannt darauf, wie wir mit den „vertauschten“ Rollen bei Kind 2 so klar kommen werden. Und wir können uns noch nicht vorstellen, wie wir ein anderes Kind genauso lieben können wie unser erstes… Aber da vertrauen wir einfach mal auf die Erfahrungsberichte von anderen, die ausnahmslos berichten, dass einfach nochmal genauso viel Liebe hinzu kommt. Wir konnten uns ja vor Kind 1 auch nicht vorstellen, einen Menschen außer uns gegenseitig so sehr zu lieben, und jetzt ist es so. ❤️

Also mal sehen, was der Weg so bereit hält für uns, hier wird es jedenfalls wieder etwas öfter Updates geben demnächst – hoffentlich! 😄

Verheiratetes Ehepaar mit gemeinsamem Kind

… sind wir seit knapp zwei Stunden! 😀

Auf Empfehlung des Jugendamtes hat uns die Richterin* doch tatsächlich zu einer formellen und nicht nur emotionalen Familie gemacht. Nun ist unser kleines Wunder endlich auch rechtlich abgesichert und wir können den Beamtinnenzuschuss für sie bekommen und sie dadurch auch über M. privat versichern. (Denn so traurig das System auch ist, da bekommt sie echt die besseren Behandlungen.) Weiterlesen