Und plötzlich ist Nr 3 da

Triggerwarnung: Geburtstrauma, Krampfanfall

Am 25.12.2018 wurde bei 36+6 unser zweites kleines Riesenwunder geboren. Sie* ist mega süß und genauso perfekt wie Nr 12!

Und nun ein paar Kleinigkeiten zur Geburt: An Heiligabend gegen zehn Uhr abends ist die Fruchtblase geplatzt. Die Hausgeburtshebamme sowie M. hatten ein ungutes Gefühl, weshalb wir schweren Herzens in die Klinik gingen. (M. war bis zur Ankunft in der Klinik auch noch sauer auf die Hebamme, aber eigentlich sauer auf die Situation nicht die Person). In der Klinik angekommen, wurden wir sehr respektvoll behandelt und auch die Untersuchungen waren für M. in Ordnung. Der Muttermund war schon bei 1-2 cm und wir mussten uns noch anmelden und danach ab ins Wehenzimmer.

Alle weiteren Details zur Geburt folgen hier, sobald M. sie selbst berichten kann. Denn nach einer „normalen Spontangeburt“ hat zuerst Nr. 3 nicht richtig geatmet und wurde vom Neonatologieteam abgeholt und dann hat M. so viel Blut verloren, dass ihr Hb-Wert auf 5,7 gesunken ist und sie eine Elektrolytentgleisung hatte. Das hat zu zwei Krampfanfällen und auf die Intensivstation geführt. Dort ist M. irgendwann aufgewacht, wusste nicht wo sie war und hatte kein Kind mehr im Bauch. Die Erinnerung an die Geburt ist fast ganz gelöscht und daran hat M. gerade sehr zu knabbern.

Die Tage ab dem 27.12. ging es dann für M. langsam bergauf mit der Verlegung auf die normale Wöchner*innenstation.

Schon auf Intensiv wurde einmal Nr. 3 kurz vorbei gebracht, die eigentlich in einem Brutkasten lag wegen ihrer Anpassungsschwierigkeiten sowie Gelbsucht und M. abgepumpt, in der Hoffnung, dass Stillen noch möglich sein würde.

Im Krankenhaus selbst hatte M. bei jeder Muskelzuckung eine Panikattacke, weil ihr erst mal nicht ganz klar war, dass so ein Krampfanfall nicht einfach wieder passiert. Aber nach und nach sickerte mehr Information und damit auch Beruhigung ins Bewusstsein durch. Und seit einer zweiten Bluttransfusion geht es auch körperlich wieder extrem viel besser.

Nr. 3 durfte noch eine Zeit lang nur auf der Neugeborenenintensiv besucht werden, was die Situation emotional nicht gerade einfacher gemacht hat, zumal keine von uns beiden nonstop bei Nr. 3 sein konnte. Aber am 28. Nachmittags wurde Nr. 3 dann von zwei Ärztinnen und Pflegepersonal mit den Worten „wir bringen die Milchpumpe“ zu M. gebracht. Das war für alle ein sehr bewegender Moment, denn auch das gesamte Personal hat sehr mit uns mitgefühlt und uns von vorne bis hinten bombastisch betreut. Wie sehr dankbar wir dafür sind, lässt sich ehrlich gesagt nicht in Worte fassen.

Nun begann jedenfalls der Kampf ums Stillen. Zuerst wurde nur angelegt und musste zugefüttert werden. Schon acht Stunden später wurde mit Stillhütchen und Anlockmittel gestillt und seit Neujahr klappt es einfach so 😍. Das ging echt viel schneller und besser als erhofft und vor allem durch die tolle Hilfe auf den verschiedenen Stationen, auf denen wir waren.

Wir mussten nämlich leider am 29.12. abends schon wieder weiter ziehen auf die Kinderstation, wo Nr. 3 noch einmal 24 Stunden unter die Bililampe musste wegen zu hoher Gelbsuchtwerte. Die Hoffnung war dann, dass wir fürs Silvesterfeuerwerk zu Hause sind. Der Wunsch hat sich allerdings nicht erfüllt, da für M. zum Ausschluss schwerwiegenderer Gründe für die Krampfanfälle noch ein EEG ausstand, das leider am 31.12. nicht mehr durchgeführt werden konnte und sie darauf bis zum 2.1. warten musste. Im Endeffekt war es gut so, da M. von Tag zu Tag deutlich stärker wird und am 2.1. schon deutlich sicherer zum Auto laufen konnte als das zwei Tage vorher der Fall gewesen wäre.

Das waren schwierige Tage für uns alle, auch für Nr. 12, die so viel „fremdbetreut“ (natürlich nicht wirklich „fremd“, aber ohne eine ihrer Mamas) werden musste wie noch nie und die große Angst um ihre Mama M. hatte. Ebenso für K., die einen Krampfanfall miterlebt und riesige Angst um M. hatte, und die die nächsten Tage im Dauerlauf zwischen M., Nr. 3 und Nr. 12 verbrachte. Und für Nr. 3 und M. sowieso… Aber es wird jeden Tag ein bisschen besser.

Nun sind wir endlich wiedervereint zu Hause und konnten Nr 12s zweiten Geburtstag tatsächlich zu viert feiern. 👩‍👩‍👧‍👧 Die Geschwisterliebe in beide Richtungen ist riesig und zum dahinschmelzen süß!

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2 Gedanken zu “Und plötzlich ist Nr 3 da

  1. Das war ja ein sehr holprigen Start ins Leben 😦 und mir tut es wirklich leid, dass sie Realität so weit von eurer Wunschgeburt entfernt war. Umso erleichterte bin ich aber auch zu wissen, dass es euch nun allen soweit gut geht und ihr gemeinsam in euer Familienleben zu viert starten könnt. Dafür wünsche ich euch alles alles Gute!

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  2. Ihr Lieben, irgendwie ist mir dieser Beitrag durchgerutscht.

    Ich gratuliere euch von ganzem Herzen zu eurem zweiten Sonnenschein! Ich wünsche euch ein zauberhaftes Wochenbett, das viele Wunden heilen lässt und M. bzw. allen Familienmitgliedern neue Kraft schenkt.

    Das Geburtserlebnis war sicher grauenvoll, schade, dass ihr es so erleben musstest. Aber nun beginnt euer Weg zu viert und der wird sicher wunderbar und liebevoll! Alles alles Gute für euch 😘😘😘😘

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