Urlaubsdesaster

K. hat gerade noch mal zwei Monate Elternzeit, die wir zum Auftanken und Urlaub machen nutzen wollten, bevor im September die Eingewöhnung für Nr. 12 im Kindergarten startet…

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Schon sechs ein halb Monate zu viert

Nach einer längeren Pause mal wieder ein kleines Update von uns.

Das Leben hat uns gerade voll im Griff. Unsere gefühlsstarke Nr. 12 läuft leider mit leerem Tank herum, weil Nr. 3 noch immer ein Schreibaby ist und deshalb viel von der Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, die Nr. 12 brauchen würde zum Erholen von allem Erlebtem. Hinzu kommt, dass K. ihre klare Nr. 1 Elternperson ist, die aber leider arbeiten muss. So schreien, prügeln, wüten, trösten wir uns durch die Tage. Was wir natürlich auch machen, ist spielen, erkunden, lesen uvm.

Nr. 3 nimmt zunehmend am Alltag teil, erzählt mit uns, reagiert auf uns, spielt begeistert mit ihren* Sachen (sofern sie ihr* nicht von Nr. 12 entrissen werden, ohne dass ich es verhindern kann), schreit viel und mag mich immer, wirklich immer in ihrer* Nähe haben. Das ist äußerst ungewohnt für mich, da es ja bei Nr. 12 umgekehrt ist und war. Dieses Nummer 1 sein für ein Kind ist voll krass. Da ich beide Perspektiven kenne, muss ich sagen: nein, für mich ist es absolut kein Trost, wenn mir jemand sagt, dass doch Nummer 2 sein auch schon toll und schön und manchmal auch viel entspannter ist. Ja, es bringt ein paar persönliche Freiheiten mit sich, dafür aber auch viele Einschränkungen: ich darf nicht immer trösten, ich bin die Abreagierperson, ich kann das Kind nicht richtig auftanken usw. All das wiegt für mich schwerer, als ein paar freie Minuten. Nun mag das für andere anders sein, für mich aber eben nicht.

Ich schieße jetzt mal die Veränderungen in unserem Leben einfach so raus, ohne roten Faden, da ich nicht ganz so viel Zeit zur Verfügung habe:

Nr. 12 ist seit zwei Wochen abgestillt. Entschieden haben wir das, weil K. kurz vorm Zusammenbruch war und ist. Nr. 12 hat nachts bis auf ein, vielleicht zwei Stündchen dauergestillt. Dadurch konnte K. nicht sonderlich viel schlafen und es tat ihr auch einfach weh. Vor ca. fünf Wochen haben wir versucht, „sanft“ nur sechs Stunden in der Nacht abzustillen, sodass Nr. 12 zum Einschlafen und Aufwachen, sowie nach der Arbeit, wenn K. nach Hause kam, noch stillen konnte. Leider war dadurch ein so krasser Ausnahmezustand, dass wir alle null komma null geschlafen haben. Irgendwann stellte sich heraus, dass Nr. 12 Angst hatte, dass K. stirbt, und sie dann nie wieder stillen kann. Diese existenzielle Angst schwebte den ganzen Tag über ihr und sie tat alles, wirklich alles, um nur nicht einzuschlafen. Einmal ist sie vor Müdigkeit sogar einfach umgeplumpst. Als wir das verstanden hatten, haben wir beschlossen, einen radikalen Cut zu machen. Das hat sie auch umgehauen und sie kämpft hart dagegen an, aber es ist nun ein Trauern und keine Angst mehr und auch die Panikattacken sind weg. Damit werden wir noch eine Weile zu tun haben. ABER Nr. 12 schläft nun nachts viel besser. Wenn sie denn mal eingeschlafen ist. Das fällt ihr nämlich noch immer immens schwer. Zur Zeit fährt K. jeden Abend eine Runde mit ihr im Fahrradanhänger, weil sie dort sicher einschläft, trägt sie dann ins Bett und dann können beide halbwegs schlafen. Nr. 12s Kopf ist einfach immer übervoll, sie nimmt alle Reize auf und die bleiben alle in ihrem Kopf drin. Um diesbezüglich für etwas Entspannung zu sorgen, haben wir alle Nachmittagsaktivitäten gestrichen, fangen ab 16 Uhr das ruhige Runterkommprogramm an und hoffen dann, dass sie zwischen 17:30-19 Uhr irgendwann einschläft ohne Streit und Klopperei.

 

Nr. 3 und ich stillen tatsächlich immer noch. Das ist für mich ein kleines großes Wunder nach unserer Geburtsgeschichte. Sie* nimmt auch tatsächlich nichts anderes mehr als meine Brust. Das ist unpraktisch, aber damit kann ich leben. Immerhin wollte ich stillen und spare mir so nachts das Aufstehen und auch das Mitnehmen von einem Fläschchen, wenn wir unterwegs sind. Ich fühle mich diesbezüglich wirklich sehr mit Glück überhäuft, da es einiges vereinfacht. Ich kann Nr. 3 einfach unbemerkt im Tuch stillen, während ich mit Nr. 12 spiele, turne, die Welt entdecke. Das viele Schleppen (zumal auch Nr. 12 oft noch getragen werden möchte = zusammen 20+kg) ist anstrengend für meinen Rücken, aber da ich mit jeder Woche immer fitter werde, ist es erträglich. Und bald ist ja Nr. 3 auch groß genug, dass ihr Gewicht mehr auf der Hüfte sitzt.

 

So, Schreibzeit vorbei, Nr. 3 weint.

 

PS: Nr. 12 kommuniziert sehr genau, dass sie die weiblichen Pronomen bevorzugt, deshalb bei ihr kein * mehr. Natürlich experimentiert Nr. 12 trotzdem auch mal mit anderen Pronomen und Namen. Sie sagt uns immer bescheid, wie wir sie nennen sollen. In 95% der Fälle sind das ihr Name und die Pronomen sie/ihr.

Nr. 3 kann uns das noch nicht sagen, deshalb bei ihr* ein Sternchen. Das Sternchen bedeutet für uns, dass das Pronomen von außen vorgegeben ist und nicht selbst gewählt (da es noch nicht kommuniziert werden kann).

Vom Traum in die Realität

Triggerwarnung: Geburtstrauma, Krampfanfall

Zu aller erst war da der Traum von der Hausgeburt. Von der selbstbestimmten Geburt in sicherer Umgebung, wo Nr 12 auf Wunsch dabei sein könnte, aber zumindest kurz nach der Geburt schon ihr Geschwisterkind kennenlernen kann. Und auch ich (M.) wäre nicht länger als die Geburt eben dauert von Nr 12 getrennt. Weiterlesen

Krankenhaus – ein Drama in mehreren Akten

Wir mussten leider unseren Urlaub nach zwei von drei geplanten Wochen vorzeitig abbrechen, weil K. sehr starke Rückenschmerzen hatte. Samstags morgens sind wir (noch am Urlaubsort) in die Notaufnahme gefahren, wo allerdings nur eine Ärztin* mit anderem Fachgebiet war, sodass uns nur die Wahl blieb zwischen stationärer Aufnahme und mehrtägiger Schmerztherapie oder Schmerzmittel in Tablettenform und wieder nach Hause bzw. zum Wohnwagen. Stationärer Aufenthalt kam für K. zu dem Zeitpunkt noch nicht in Frage, sodass wir zurück zum Campingplatz fuhren (über seeeeehr unebene Straßen…), wo K. sich wieder in Liegeposition begeben konnte. Zusammen mit den Schmerzmitteln konnte sie es so einigermaßen aushalten. Nr. 12 war auch sehr kooperativ und ist bspw. zum Stillen immer auf K.s Bauch geklettert, damit diese nicht aufstehen oder sich umdrehen musste. Als es am nächsten Tag eher schlimmer als besser war, beschlossen wir, unsere „Zelte“ abzubrechen. Zum Glück waren wir nicht besonders weit von zu Hause weg, sodass uns K.s Vater mit Partnerin ganz spontan beim Abbau und der Heimreise helfen konnte. K. konnte sich nämlich fast nicht mehr bewegen und M. konnte bei diesen Temperaturen und in schwanger nicht alles alleine abbauen.

An den darauffolgenden zwei Tagen war K. beim Orthopäden* und beim MRT, woraufhin ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde. Der Arzt startete einen Versuch zur konservativen Behandlung, dann wurden die Schmerzen allerdings nachts so schlimm und selbst die Schmerzmittel zeigten nahezu keine Wirkung mehr, sodass ich einen Krankenwagen rufen musste. K. war darüber sehr verzweifelt, weil sie das Gefühl hatte, Nr. 12 und mich im Stich zu lassen… Gegen zwei Uhr morgens waren also dann zwei sehr nette Rettungsmenschen da, die auch mit Nr. 12 sehr positiv umgegangen sind, sodass wir es geschafft haben, das Abholen von K. mit dem Krankenwagen („niiinaaa“) positiv zu besetzen. Ich habe ihr* gesagt, dass die netten Menschen der Mama helfen werden und zu Ärztinnen bringen werden, die ihr noch mehr helfen („hifi“) werden und dass es ihr dann bald besser geht. Wir haben dann in der Nacht nicht mehr sehr viel geschlafen, weil Nr. 12 noch nicht so präsent war, dass K. jetzt tatsächlich nicht da ist, wenn sie* im Halbschlaf nach der Brust gesucht hat, was sie* dann immer erschreckte und komplett wach werden ließ.

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Windelfrei

Unser kleines großes Kind hat in den letzten Wochen beschlossen, keine Windel mehr tragen zu wollen. Begonnen hat alles mit dem heißen Wetter, bei dem sie* einfach keine Kleidung am Körper erträgt. (Sie ist ein kleiner Ofen.) Da uns das häufige (oft auch längere) Abhalten zu anstrengend wurde, haben wir mit ihr* gemeinsam überlegt, ob sie* nicht „verkehrtherum“ und dann alleine auf den Topf gehen könnte. Das war der Durchbruch. Sie* schiebt sich seitdem den Topf selbständig unter den Po und putzt auch selber mit einem Lappen ab. Wenn sie* den Topf nicht sieht (wir haben mittlerweile allerdings vier Stück davon im Haus verteilt und auf der Terrasse 😉), sagt sie* Bescheid, dass sie* „Pipi“ oder „Kacka“ muss. Nur ganz selten geht noch etwas daneben, wenn sie* etwas sehr aufregendes spielt oder erlebt. Ein paar Probleme bereitet es ihr* auch, wenn sie* eine Unterhose oder andere Kleidung am Po hat, die sie* möglicherweise nicht immer von einer Windel unterscheiden kann, dann geht manchmal etwas Pipi in die Hose. Aber wenn sie* das dann merkt, hält sie* an, bis wir ihr* die Hose ausgezogen haben und sie* auf dem Topf sitzt.

Zum Mittagsschlaf und nun auch in der Nacht, möchte sie* ebenso windelfrei bleiben wie tagsüber. Mittags klappt das ohne Probleme. Da schläft sie* einfach ohne Hose und dafür zugedeckt (jaaaahaaa, seit drei / vier Wochen lässt sich unser Kind tatsächlich beim Mittagsschlaf ablegen!) und bisher hat sie* dann diese 1,5 bis 2 Stunden immer ohne Pipi machen durchgehalten. Nachts schafft sie* es noch nicht ohne Windel. (Vielleicht auch, weil wir uns nicht trauen, sie* „unten ohne“ schlafen zu lassen?) Dafür gehen wir in der Einschlafphase häufig mit ihr* auf Toilette, weil sie* nicht einschläft, wenn sie* nochmal muss. Wir sind gespannt, wie es sich weiter entwickelt.