Weihnachten in Schweden

Unser erstes Weihnachten zu dritt: Es war ein anstrengendes Abenteuer. Wir sind nämlich zu M.s Großeltern nach Schweden gefahren, um Weihnachten mit ihnen zu verbringen. Sie sind langsam nicht mehr so fit und beginnen, mit ihrem eigenen Leben abzuschließen. Das ist für M. nicht so einfach, weil die Beziehung zur Oma sehr eng ist. Der Besuch über Weihnachten hat aber sehr dabei geholfen, zu akzeptieren, dass die Oma über ihr Leben inkl. der „Organisation des Abschieds“ selbst entscheidet und wir leider nicht mitbestimmen können (dass sie für immer leben soll…). M. möchte ihre Oma darin unterstützen, auf dem Weg und in der Geschwindigkeit Abschied zu nehmen, wie sie es möchte und nicht mehr jeglichen Abschiedsversuch ignorieren und abblocken, in der Hoffnung, dass sie dann für immer lebt. (Ja, die Verdrängung ist wohl-geübt und fleißig trainiert.)

Nun aber zur eigentlichen Reise und den schöneren Dingen:

Wir mussten inklusive aller Autofahrten und des Fluges eine enorm lange Reise von knapp 13 Stunden Länge auf uns nehmen, um im Quartier in Schweden anzukommen. Das war für unser kleines Wunder eigentlich viel zu viel, aber leider alternativlos (aus oben genannten psychohygienischen Gründen). Das Schlimmste für Nr. 12 waren die langen Autofahrten zum und vom Flughafen. Sie* hasst angeschnallt rumsitzen!

Wir sind am 23. Dezember in Schweden angereist und hatten ein nettes kleines Häuschen in der Nähe der (Ur)Großeltern gebucht. Für drei Personen war das Häuschen angenehm geräumig und hatte fast alles, was wir so zum Leben brauchen. Leider war es natürlich nicht Kleinkind-gesichert, aber Nr. 12 und wir hatten ja Urlaub, sodass das Aufpassen nicht ganz so schlimm war. Außerdem stellte sich heraus, dass es zu einem Bauernhof gehört und wir somit Ferien mit Tieren gebucht hatten. Jippieh!

Wegen der langen und aufwühlenden Reise (es gab so viel zu sehen und verarbeiten für Nr. 12), haben wir Weihnachten erst am 25. Dezember gestartet und den 24. ganz ruhig zum Runterkommen in unserer Unterkunft verbracht. Wir hatten für uns alle drei warme und regendichte Kleidung dabei und waren viel draußen. Wir durften auch in den Schafstall und zu den Kühen. Außerdem gab es natürlich Vögel und eine Katze. Am spannendsten waren aber Schafe und Kühe, die wir täglich besucht haben.

Vor unserer Reise haben wir Schafe und Kühe schon in Bilderbüchern gesehen und wir Mamas haben die passenden Laute dazu vorgemacht. Nr. 12 hatte allerdings beschlossen, dass Schafe eher röhren statt „mäh“ machen. Seit wir zum ersten Mal im Schafstall waren, macht Nr. 12 nun auch „mäh“ beim Anblick eines Schafs. Das ist sehr sehr süß und für uns lustig, weil sie* uns offensichtlich vorher nicht geglaubt hatte. 😉

Die Urgroßeltern haben sich übrigens sofort in Nr. 12s Lächeln verliebt und haben sich jeden Tag gefreut, sie* zu sehen. Es war schön, ihre gemeinsame Freude aneinander mitzuerleben.

Zwei kleine Geschenke gab es auch für unseren kleinen Sonnenschein: ein kleines Plüschtier und eine kleine Puppe. Sie* findet beides sehr spannend und hat es intensiv bespielt. Die Puppe hat zum Beispiel eine Mütze, die ihr ins Gesicht gezogen werden kann. Anschließend gebärdet Nr. 12 „wo?“, zieht dann die Mütze hoch und ruft „daaaaa“. Zum Dahinschmelzen.

In der letzten Woche ist die Kommunikation echt explodiert, sie macht ganz viele neue Zeichen und wir kommen mit dem Nachschauen kaum hinterher. (Aber dazu schreiben wir noch einen eigenen Artikel.) Sie erfindet auch ihre eigenen Zeichen und spricht bzw. gebärdet mittlerweile in einer Art Zweiwortsätzen: bspw. „Mama“ + Zeichen für Essen / Stillen oder Zeichen für ‚wo?‘ + Zeichen / Laut für ‚Ball‘ und vieles mehr.

Gestern spät abends sind wir zurück nach Hause gekommen und machen uns heute einen möglichst gemütlichen und unspektakulären Tag, um uns von den Reisestrapazen zu erholen. Fazit der Reise: Sie war nötig und richtig, die beiden Reisetage sind aber nicht wiederholenswürdig 😉

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