​38. Woche

Einfach nur verrückt, dass meine Schwangerschaft in spätestens vier Wochen vorbei sein wird und wir dann zu dritt hier wohnen… 
Vier Wochen bin ich nun schon in Mutterschutz, und gelangweilt habe ich mich bisher noch nicht 😉

Das ein oder andere Mal habe ich zwischenzeitlich nochmal die Kollegen* besucht und dabei festgestellt, wie weit weg die Arbeitsthemen für mich jetzt schon sind. Wie wird das dann erst sein, wenn ich irgendwann wieder anfange, wann auch immer das sein wird? Wahrscheinlich müssen sie mich dann komplett neu einarbeiten 😉 Aber eigentlich finde ich es gut, dass mir die Projekte nicht ständig im Kopf rumspuken, so habe ich mehr Kapazität, mich mit unserem Kind zu beschäftigen und damit, wie wohl nach der Geburt alles so sein wird. Die Vorbereitungen sind größtenteils getroffen, wir sind glaube ich gut ausgestattet. Was wir gerne noch vor der Geburt erledigen würden sind unsere Lebensberichte für das Jugendamt, weil wir den Adoptionsantrag so schnell wie möglich nach der Geburt stellen wollen (das heißt acht Wochen danach) und in den ersten acht Lebenswochen unseres Kindes nicht die Zeit damit verschwenden wollen. Ich habe schon eine Verfügung erstellt, die M. im Fall der Fälle Personen- und Vermögenssorge für unser Kind überträgt, sodass hoffentlich auch schon vor der Adoption einigermaßen Sicherheit für die Kleine besteht.
Gestern war der letzte Termin des Paar-Geburtsvorbereitungskurses. Es war wirklich schön und wir sind immer noch beeindruckt und einfach nur froh, dass sich das mit der Hebamme so aufgelöst hat. Im Krankenhaus waren wir auch schon zur Voranmeldung der Geburt, damit wenn es ernst wird nicht mehr so viel bürokratisches zu erledigen ist. Leider erfahren wir erst wenn es soweit ist, ob wir ein Familienzimmer bekommen oder nicht. Das hängt von der dann aktuellen Belegung der Wochenbettstation ab. Im Krankenhaus klang es eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich, dass das klappt, aber die Hebamme sagte gestern, dass im Moment totale Überbelegung herrscht und sie eher nicht davon ausgehen würde. Jetzt überlegen wir (natürlich nur wenn es nach der Geburt allen gut geht), das Krankenhaus schon möglichst schnell nach der Geburt wieder zu verlassen, wenn wir kein Familienzimmer haben können. Die Hebamme sagt, zu Hause hätten wir auf jeden Fall mehr Ruhe als im Krankenhaus. Was eventuell problematisch werden könnte (das hängt vom tatsächlichen Geburtstermin ab) ist die U2 des Kindes, die normalerweise am dritten Lebenstag im Krankenhaus durchgeführt wird oder zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag in einer Kinderarztpraxis. Da die Geburt unseres Kindes ja theoretisch ziemlich ungünstig zwischen die Feiertage bzw. in Praxisurlaubszeiten fallen könnte, könnte es da vielleicht schwierig werden. Aber das wäre bestimmt irgendwie zu lösen… Es würde uns einfach das Herz brechen, wenn sie zum Beispiel abends/nachts zur Welt käme und M. dann zwei Stunden danach alleine nach Hause müsste. Die Hebamme hat uns jedenfalls darin bestärkt, dass das alles schon ohne Krankenhaus zu meistern ist, wenn bei der Geburt alles normal läuft.
Körperlich geht es mir immer noch ziemlich gut. Gelegentlich schlafe ich nicht so gut, weil ich keine bequeme Position finden kann. Außerdem merke ich, dass ich immer mehr Ruhepausen zwischendurch brauche, und seit ein paar Tagen habe ich auch einige Wassereinlagerungen, vor allem an den Händen und Füßen, die manchmal auch etwas schmerzhaft sind. Aber das ist soweit alles gut erträglich. Ich bin auf jeden Fall immer noch sehr gerne schwanger und genieße es, die Bewegungen oder den Schluckauf unseres Babys in meinem Bauch zu spüren. 🙂 Sie ist so stark mittlerweile, dass ihre Bewegungen sogar von außen durch die Bettdecke zu sehen sind. Am schönsten finde ich, wenn M. sie auch spürt. Es macht mich einfach nur glücklich, ihre Freude über unsere Tochter zu erleben. Mittlerweile können die beiden manchmal schon richtig miteinander spielen! 🙂
Bei den letzten Vorsorgeuntersuchungen war wieder alles bestens. Die Kleine hat sich auch schon weit genug in mein Becken gesenkt, dass ich mich im Falle eines Blasensprungs nicht mehr hinlegen müsste. Sie wiegt (berechnet nach den letzten per Ultraschall gemessenen Körpermaßen) schon drei Kilogramm! Körperlich sollte sie also auf jeden Fall bereit sein für die Welt, mal sehen wie lange sie sich noch Zeit lässt. Ich könnte damit leben, wenn sie sich bald auf den Weg machen würde, fände es aber andererseits auch ein bisschen schade, nicht mehr schwanger zu sein.

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8 Gedanken zu “​38. Woche

  1. Hey, wenn du dich gut nach der Geburt fühlst und wenn alles ohne Komplikationen verlaufen ist, warum solltest du nicht nach Hause gehen? Ich fand in meinem Fall die Wochenbettstation grauenhaft, von vernünftiger Stillberatung (und darum geht es ja meistens) keine Spur. Wobei man aber auch fairerweise erwähnen muss, dass die Schwestern hoffnungslos überbelastet sind. Das Stillen, richtiges Wickeln, Handling vom Baby…All das hat mir meine Hebamme zuhause gezeigt.

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  2. Jetzt schaut halt mal wie es läuft. Ich hätte mir grundsätzlich schon auch vorstellen können, nach einer „normalen“ Geburt und wenn es uns allen gut gegangen wäre schnell nach Hause zu gehen. Vor allem, wenn wir kein Familienzimmer bekommen hätten. Da war es bei uns nämlich so wie bei Euch: das geht nur, wenn die Station nicht zu voll ist. Bei mir war es am Ende ein Kaiserschnitt, da war erst mal nichts mit heimgehen, auch wegen der Entzündungswerte bei mir und der Kleinen. Aber wir sind dann am erstmöglichen Tag gegangen, als meine Antibiose rum war, weil sie das Familienzimmer brauchten und ich nicht (nachts) hätte auf meine Frau verzichten wollen. Aber das Familienzimmer und der „Service“ auf der Station insgesamt waren toll. Das hatte auch was für sich (außer den schreienden Kindern in der Nacht) 🙂 .

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    • Klar schauen wir erstmal wie es läuft. Teilen hier ja nur Gedanken, die uns zur Zeit beschäftigen. Eine Entscheidung können wir ja was das angeht noch gar nicht treffen.
      Falls es nicht so laufen sollte wie wir uns die Geburt jetzt im Voraus wünschen, hoffen wir jedenfalls, dass wir die Situation so gut annehmen können wie ihr (klingt jedenfalls so in eurem Bericht über die Geburt) 🙂

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  3. Wow, kaum zuglauben, dass die Geburt nun schon so kurz bevorsteht bei euch. Ich bin sehr gespannt, wann die Kleine sich auf den Weg macht und wie ihr die Geburt erleben werdet.
    Habt ihr bislang noch nicht festgelegt, bis wann du Elternzeit nehmen möchtest bzw. musstest du das vom Arbeitgeber her noch nicht?
    Eine Frage zu der Verfügung, die du erstellt hast: habt ihr das selbst aufgesetzt, mit Hilfe eines Notares oder gibt es dafür irgendwelche Vorlagen, z.B. vom LSVD?
    Ich wünsche schon mal eine komplikationslose Geburt und dass ihr, egal wo, die ersten Tage als kleine Familie gemeinsam und ohne räumlich Trennung genießen könnt.🍀

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    • Ja, das ist für uns auch irgendwie kaum zu glauben 😉
      Elternzeit haben wir tatsächlich noch nicht endgültig festgelegt, ich werde 24 Monate nehmen, weil ich mich dann jederzeit auch entscheiden könnte, vor Ablauf wieder voll oder auch in Teilzeit zu arbeiten. Man muss aber bei Antragstellung angeben, für welche Zeiten innerhalb der ersten 24 Lebensmonate man Elternzeit haben will, und der Arbeitgeber einer Verlängerung nicht notwendigerweise zustimmen müsste. Also meine Chefs rechnen erstmal mit zwei Jahren, aber wenn es uns irgendwie doch nicht gut gehen sollte damit, könnte ich auch früher wieder anfangen.
      Zu der Verfügung: Ich habe eine Vorlage aus dem Internet modifiziert (von einem Hetero-Ehepaar, die für den Fall, dass ihnen beiden etwas passiert, vorsorgen wollten). Die Frau vom Jugendamt hat uns dann noch den Tipp gegeben, mit aufzunehmen, dass eine Adoption geplant ist. Wenn du möchtest, überlegen wir mal, wie wir dir den Text zukommen lassen könnten.
      Vielen Dank für die guten Wünsche! 🙂

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  4. Das wäre sehr lieb, wenn ihr mir diesen Text irgendwie zur Verfügung stellen könntet. Wir werden das in absehbarer Zeit auch brauchen 🙂 Über die Kommentarfunktion im Dashboard müsstet ihr meine Mailadresse einsehen können, vielleicht könnt ihr mich darüber anschreiben?

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