31. Woche

Krass, wie schnell im Moment die Zeit vergeht… Wir sind heute in der 31. Woche angekommen, das heißt wir sind schon eine ganze Weile im dritten Trimester der Schwangerschaft. Rückblickend ist das zweite Trimester, zumindest seit sich die Blutungen und daraufhin auch die Angst weitgehend erledigt haben, geradezu verflogen. Besonders die Tatsache, dass ich nur noch vier Wochen arbeiten muss, bevor der Mutterschutz beginnt, ist irgendwie verrückt und noch nicht wirklich vorstellbar für mich. 

Diese Woche steht wieder eine Vorsorgeuntersuchung bei der Frauenärztin an. Bei der letzten (vor mittlerweile drei Wochen) war alles gut. Es wurde zum ersten Mal ein CTG gemacht, bei dem auch alles super aussah. Die Arzthelferin hatte allerdings anfangs  etwas Schwierigkeiten, unsere Kleine zu „finden“, weil sie einen Tag vorher noch mit dem Kopf nach unten lag, beim CTG dann aber mit dem Po nach unten. Wir glauben, sie schlägt aktuell immer noch fröhlich Purzelbäume, so viel wie sie sich manchmal bewegt. Sind gespannt, wie sie am Mittwoch liegt, und ob sie sich für die Geburt in Schädellage begibt, das wäre schön 😉

Diese Woche steht auch der letzte Termin des ersten Teils des Geburtsvorbereitungskurs an. Bei unserer Hebamme sind die Kurse zweigeteilt, ein Teil nur für (schwangere) Frauen und der zweite Teil dann nach Wunsch entweder mit Partner(inne)n/Begleitpersonen oder nochmal nur für (schwangere) Frauen. Wir gehen natürlich für den zweiten Teil zu dem Kurs, bei dem M. dabei sein darf. Die bisherigen Kurstermine waren ganz okay. Ich denke, es ist schon sinnvoll, das alles vor der Geburt mal gehört und „geübt“ zu haben, auch wenn die tatsächliche Situation wohl nicht wirklich zu üben ist… Was mich ein bisschen nervt, ist das heteronormative und oft genderklischee-behaftete Klima im Kurs. Die Hebamme weiß zwar theoretisch, dass ich eine Frau habe, aber hat das entweder wieder vergessen oder denkt halt im Kurs nicht daran, dass auch jemand anderes als „der Mann“ Begleitperson bei der Geburt sein kann. Ich kann damit einigermaßen umgehen, zumal ich bei ihr das Gefühl habe, dass sie einfach nicht dran denkt, dass es andere Konstellationen geben könnte und ich mir sage, dass der Kurs gut für unser Baby ist. Außerdem bin ich ja sehr glücklich mit unserer „Konstellation“. Ich könnte mir allerdings  vorstellen, dass es zum Beispiel für (ungewollt) partnerlose (oder sonst mit ihrer Situation unglückliche) Teilnehmerinnen schwerer zu ertragen ist… Ich bin gespannt, wie das im zweiten Teil des Kurses ist, wenn M. und damit eine nicht dem heteronormativen Standard entsprechende Konstellation unübersehbar ist.

Die vergangene Woche hatten M. und ich beide Urlaub und haben es sehr genossen, so viel Zeit miteinander zu verbringen. Nebenbei haben wir uns auch mit diversen Anträgen (Elterngeld etc.) beschäftigt, da müssen wir aber wohl oder übel nochmal ran, weil wir irgendwann keine Lust mehr darauf hatten. Ein spannenderer Teil der Woche war, dass wir eine Trageberatung mitgemacht haben. Dabei haben wir gelernt, ein Tragetuch neugeborenentauglich zu binden und diverse andere Tragehilfen kennengelernt. Wir haben vor, uns vorerst keinen Kinderwagen zuzulegen, weil wir beide von der Idee zu tragen begeistert sind und wir keinen Vorteil in der Benutzung eines Kinderwagens sehen. Jedenfalls haben wir uns im Anschluss an die Beratung mit diversen Tragetüchern und -hilfen eingedeckt (größtenteils gebraucht), sodass wir jetzt nur noch hoffen müssen, dass unsere Tochter genauso begeistert ist vom Tragen wie wir 😉

Mittlerweile waren wir auch bei einer Kreißsaalbesichtigung im Krankenhaus in unserer Stadt, was uns in unserem Vorhaben, dort zu entbinden, weiter bestärkt hat. Viele Ärzt*innen kenne ich von meinem Aufenthalt dort in der 13. Woche bzw. von den Ultraschalluntersuchungen, die wir zwischenzeitlich dort vornehmen lassen mussten. Wir haben uns dort bisher immer gut aufgehoben (und akzeptiert) gefühlt, sodass es für uns keinen Grund gibt, uns noch andere mögliche Geburtsorte anzuschauen.

Was die Vorbereitungen angeht (Babyausstattung, Anträge, bestmögliche Absicherung unseres Kindes für den Fall der Fälle,…) sind wir mehr oder weniger im Soll, als nächstes steht allerdings eher bürokratisches an, die angenehmen Seiten der Vorbereitung wie Babyausstattung shoppen haben wir da bisher eindeutig vorrangig behandelt 😉 Aber das andere schaffen wir auch noch. Die Vorfreude auf unser kleines Wunder wächst jedenfalls von Tag zu Tag und wir können es kaum noch erwarten, den Menschen, der da bald bei uns einziehen wird, auch außerhalb meines Bauches kennenzulernen.

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Ein Gedanke zu “31. Woche

  1. Man liest so selten von euch, da ist mir der Artikel glatt durch die Lappen gegangen!
    Ich freu mich so für euch, dass alles gut läuft und der Tag der Tage immer näher rückt!
    Ich würde mir so sehr noch mehr Details von euch wünschen 😀 Das ist doch alles so spannend!
    Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon über das nächste Update!

    Gefällt 1 Person

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