Telefonat mit dem Dok

Gestern haben wir mit unserem Arzt vom Institut Marquès telefoniert. Es hat gut getan, dass er uns erklärt hat, dass wir seiner Einschätzung nach eine Schwangerschaftschance von 55% haben und so gesunde Körper und Embryos haben, dass er sich eher gewundert hat, dass es nicht gleich geklappt hat.

Es gibt keine Garantie, dass das mit dem Kinderkriegen klappt, aber wenn es klappt, ist es ein Geschenk. Und es ist auch schon ein Geschenk, dass wir gemeinsam durch diesen Prozess gehen und uns dabei noch genauer kennenlernen als wir uns vorher schon kannten. Und es ist außerdem ein Geschenk, uns durch die Erlebnisse gemeinsam weiter zu entwickeln, dazu zu lernen und einfach persönlich und als Paar einen Schritt weiter zu kommen. Das tut gut, auch wenn nicht jetzt schon unser kleines Wunder auf dem direkten Weg zu uns ist.

Aber zurück zum medizinischen Thema: wir hatten überlegt, aus mathematisch-statistischen Gründen (hier schreibt gerade eine Nicht-Mathematikerin 😉 ) beim nächsten Mal vielleicht zwei Blastozysten einsetzen zu lassen, waren uns aber sehr unsicher, wie hoch das Zwillingsrisiko sein würde. Unser Arzt hat uns davon abgeraten, da das Zwillingsrisiko überproportional steigt, die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit aber nicht im selben Maße.

Außerdem wurden wir noch einmal beruhigt, alles richtig gemacht zu haben, nur einfach noch nicht den Hauptgewinn gezogen zu haben. Nachdem wir unter anderem folgende medizinische Fragen geklärt hatten:

– darf K. die Progesteron statt vaginal auch oral einnehmen? – Ja. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen wie Müdigkeit auftreten ist dann deutlich höher.

– darf K. sich kurz vor dem nächsten Versuch Grippe impfen lassen? – Ja.

– müssen wir immer einen Zyklus Pause machen nach einem fehlgeschlagenen Versuch? Nein, es kann theoretisch direkt weitergehen, wenn wir uns danach fühlen.

fragte unser Arzt ganz vorsichtig an, wie es uns denn psychologisch mit dem nicht-erfolgreichen Versuch ginge und wie und ob wir weiter verfahren möchten. Da wurde uns bewusst, wie gut es uns eigentlich geht und dass wir eine Woche nach den Tests die Geschichte verarbeitet haben und wahrscheinlich sogar bereiter sind für den nächsten Versuch, als wir es beim ersten Versuch waren. Irgendwie hat es uns geholfen die ganze Aufregung des IVF-Prozesses zu verarbeiten, wo sich alles nur um das Thema Kind gedreht hat und wir vom Alltagsleben sehr weit entfernt waren. Wir haben das Gefühl, nun entspannter und gefestigter an den nächsten Versuch zu gehen und mehr „Normalität“ in der Wartezeit bis zum Schwangerschaftstest zuzulassen (wie sehr wir das am Ende hinbekommen ist natürlich eine andere Frage 😉 ).

Wir sind guter Dinge, dass unser Wunder bald auf dem Weg zu uns ist, schließlich wusste schon Oscar Wilde:

Everything is going to be fine in the end. If it’s not fine it’s not the end.

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