Warten…

Mittlerweile ist eine laaaaaaaange Woche vergangen, seit wir in Barcelona zum Blastozystentransfer waren. Das heißt, wir müssen noch weitere fünf Tage warten bis zum von der Klinik vorgegebenen Testtermin.

Positiv denken

Wir hatten uns vorher zusammen vorgenommen, immer positiv zu denken und davon auszugehen, dass es direkt klappt und mit einem eventuellen negativen Ergebnis dann zu gegebener Zeit umzugehen. Wir sind auch beide insgesamt sehr zuversichtlich, dass es geklappt hat, auch wenn wir natürlich sehr nervös und ungeduldig sind. Wir reden ganz viel darüber, wie unser Leben während der Schwangerschaft und danach möglicherweise sein wird, haben Bücher über Schwangerschaft und Sport während der Schwangerschaft gekauft und schon viel darin gelesen, haben recherchiert, worauf man beim Essen achten muss und haben ausgerechnet, wann unser Baby denn ungefähr auf die Welt kommen könnte. Jegliche Zweifel versuchen wir auszublenden.

Zeitvertreib

Jeder Tag seit dem Transfer fühlt sich wie eine Ewigkeit an, die Zeit vergeht ähnlich langsam wie beim Warten auf Weihnachten in der Kindheit. Ich (K.) horche ständig in meinen Körper hinein und hoffe auf Zeichen, dass unser Embryo sich erfolgreich eingenistet hat. Manchmal spüre ich zum Beispiel ein menstruationsähnliches Ziehen im Unterleib, manchmal spüre ich wieder gar nichts. Manchmal fühle ich mich irgendwie „schwanger“, manchmal nicht. Zusammen machen wir uns einen Spaß daraus, in alles mögliche irgendwelche Zeichen hinein zu interpretieren. Rational betrachtet ist das Suchen nach Zeichen allerdings vollkommen sinnlos, denn wie wir bei unseren zahlreichen Google-Recherchen während der letzten Tage herausgefunden haben, lässt sich bis zum Schwangerschaftstest gar nichts über Erfolg oder Misserfolg aussagen. Erstens gibt es sowohl Frauen, die trotz aller denkbarer Symptome ein negatives Testergebnis hatten als auch welche, die überhaupt nichts gespürt haben und trotzdem schwanger waren, und umgekehrt. Zweitens kann alles was zu diesem Zeitpunkt eventuell zu spüren sein könnte, auch von den Hormonen (vor allem Progesteron), die ich immer noch einnehmen muss, verursacht werden. Die klassischen Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit, Veränderungen der Brüste usw. werden durch das Hormon Beta-HCG (Humanes Chorion-Gonadotropin) ausgelöst. Dieses Hormon wird vom weiblichen Körper nur während der Schwangerschaft gebildet und auf einer Messung des Beta-HCG-Hormonspiegels im Urin (oder beim Arzt im Blut) beruhen die Schwangerschaftstests. In der Testwoche sollte im Falle einer Schwangerschaft der Wert bei bis zu 50 mIU/ml liegen. Später steigt er sogar auf bis zu 230.000 mIU/ml an (zehnte bis zwölfte Schwangerschaftswoche). Danach fällt er wieder, was auch die häufige Besserung der Übelkeit und anderer Probleme nach diesem Zeitpunkt erklärt. Das Ablenken durch Themen, die nichts mit Embryonentransfer oder Schwangerschaft zu tun haben, funktioniert leider bisher nicht so gut, weil die Möglichkeit, tatsächlich schwanger zu sein, einfach ständig präsent ist in unseren Köpfen und Gedanken. Zumal wir jetzt auch noch beide erkältet sind und deshalb die Unternehmungen außerhalb der eigenen vier Wände stark eingeschränkt sind…

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