Cool bleiben?!

Der Weg nach Barcelona war wegen der Medikamentenkühlung wie versprochen sehr spannend. 😉

Dank der, an die beiden Kühltaschen gebastelten, Thermometer wussten wir ständig über die Temperatur im Innenraum der Medikamentenhalterung Bescheid.
Noch bevor wir im Zug Richtung Flughafen saßen, ist in der einen Kühltasche die Temperatur unter Null gefallen. Dieses erste Problem (das Menopur darf auf gar keinen Fall gefrieren) lösten wir mit Öffnen der Tasche und einer Papierpolsterung zwischen Medikamenten und Kühlakkus. Gott sei Dank hat sich die Temperatur aber schnell wieder stabilisiert, sodass wir erst einmal eine knappe Stunde sehr entspannt gereist sind.
Durch den darauf folgenden, überfüllten und überhitzten Zug stieg allerdings die Temperatur im Inneren der Taschen auf 6-7°C, sodass wir Angst bekamen, dass die Taschen nicht die nächsten acht Reisestunden bei den gewünschten 2-8°C überstehen würden.

Drogen- und Sprengstofftest

Am Flughafen angekommen, waren wir sehr gespannt, wie das Sicherheitspersonal auf die Spritzen im Handgepäck reagieren würde. Zur Beruhigung hatten wir eine Bescheinigung der Klinik dabei, damit wir „beweisen“ können, dass wir die Medikamente wirklich brauchen. Außerdem haben alle online-Berichte einhellig von problemfreiem Medikamententransport berichtet.
Und so war es denn auch: die Spritzen fand das Sicherheitspersonal völlig uninteressant. Was allerdings ein großer Störfaktor war, und zu Nachfragen und anschließendem Drogen- und Sprengstofftest der Kühltaschen führte: die Kühlakkus (obwohl sie nicht mehr als 100 ml Flüssigkeit beinhalten). Aber unabhängig von den Tests und Nachfragen war das Personal die ganze Zeit freundlich und ruhig.

EIStehilfe

Da die Temperatur vor dem Abflug in einer Tasche schon auf 8°C gestiegen war, haben wir uns überlegt, einfach Speiseeis zu kaufen und es mit in die Tasche zu legen.
Das war bis zur Ankunft am Flughafen Barcelona allerdings nicht nötig, da wir sowohl am Flughafen in Deutschland als auch im Flugzeug (Lufthansa) ohne Probleme Eiswürfel bekamen, um die Kühlung zu unterstützen. Zum Glück hatten wir verschließbare Plastiktüten dabei, sodass wir die Taschen sogar auf trockenem Weg bei der Kühlung unterstützen konnten.
Der nette Nebeneffekt des Wassereises, was wir am Flughafen Barcelona noch in die Kühltasche gelegt hatten, war, dass wir mit Ankunft im Hostel ein Eis essen konnten. 🙂
Im Hostel hat eine von uns den Kühlschrank aus dem Koffer geholt und angeschlossen, während die andere schnell zum nächstgelegenen Supermarkt geflitzt ist, um Eis zu besorgen, das den Kühlschrank unterstützen soll. Über Nacht hat sich die Temperatur dann auch bei knapp unter 8°C stabilisiert und die ersten Kühlakkus konnten im Kundentiefkühlfach des Hostels wieder gefrieren.

Neugierde vs. Privatsphäre?!

Alles in allem haben wir sehr angenehme Reiseerfahrungen gemacht, da viele Menschen bereit waren uns mit Eis bei der Kühlung der Medikamente zu unterstützen.
Allerdings haben die Kühltaschen die Neugierde einiger Mitreisender geweckt, die sich nicht zurückhalten konnten zu fragen, was wir denn darin transportieren würden. Wir empfanden das ein bisschen respektlos, da wir wildfremden Menschen nicht diese private Information geben wollten. Aber im Grunde ist Neugierde nichts Verwerfliches und der Umgang damit lediglich unser persönliches Problem. Ebenso, wie es uns sehr unangenehm war, um Hilfe bei der Kühlung zu bitten. Vermutlich sind wir einfach zu sehr auf die Verteidigung unserer Privatsphäre getrimmt?!

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