Samenspender

Spender reservieren?

Im Institut Marques kann Spendersamen für weitere Schwangerschaften reserviert werden. Wir haben dies zu unserem Hauptkriterium gemacht, da wir uns wünschen, dass unsere Kinder miteinander auch biologisch verwandt sind. Das ist uns wichtig, um ihnen diese starke emotionale Bindung zu ermöglichen. Denn, nur weil ihre beiden Mütter beide biologisch mit ihnen verwandt sind, die eine über die Gene, die andere über die Schwangerschaft, heißt das ja noch nicht, dass sich bei den Kindern nicht doch Skepsis breit macht, wenn sie nur oft genug von außen zu hören bekommen, sie seien keine „richtigen“ Geschwister.

Anonym oder nicht anonym?

Wir haben lange diskutiert, ob wir es besser fänden, einen anonymen oder einen nicht-anonymen Samenspender für unsere Kinder zu haben. Einerseits sind da unsere Emotionen, die keine dritte Person in der Elternschaft haben möchten, andererseits sind da die eventuellen Wünsche unserer ungeborenen Kinder, die sich vielleicht wünschen könnten, den Namen ihres Spenders zu erfahren. Diese Entscheidung für ein anderes Individuum zu treffen, empfanden wir als eine sehr große Verantwortung. Denn keine der beiden Varianten ist richtig, da jedes Kind ein Individuum ist und sich entweder das eine oder das andere wünscht. Zweidritteln der Kinder ist ihre biologische Abstammung egal, einem Drittel ist es das nicht.

Ein weiteres oft genanntes Argument für eine nicht-anonyme Samenspende ist die potentielle Hilfe im ernsthaften Krankheitsfall des Kindes. Aber hierzu denken wir, dass der Kontakt zu den Samenspendern in den meisten Fällen erst mit dem 18. Lebensjahr des Kindes hergestellt werden darf. Und zudem haben diese netten Männer nicht ihren Samen gespendet, um Kinder anderer Frauen kennenzulernen bzw. um für sie eine Verantwortung zu übernehmen. Vielmehr haben sie etwas gespendet, was sie haben und anderen fehlt. Ähnlich wie bei einer Organspende.

Langer Rede kurzer Sinn, in Spanien sind ausschließlich anonyme Samenspenden erlaubt. Somit wurde uns die Entscheidung abgenommen. Das ist eine große Erleichterung, da es so nichts zu rechtfertigen gibt, wenn die Kinder beginnen, Fragen zu stellen. Wir können ihnen einfach sagen, dass wir keine andere Wahl hatten. Und gehört eines unserer Kinder zu dem Drittel, das gerne den biologischen Ursprung ergründet hätte, dann werden wir ihm mit allen Mitteln helfen mit der Unwissenheit umgehen zu lernen.

Literatur- und Link-Empfehlungen

http://www.institutmarques.de/

http://de.storkklinik.dk/

http://www.regenbogenfamilien-nrw.de/planen/links/

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